Das zementfrei verankerte Hüftgelenk
Wenn es die Qualität und Wachstumsaktivität Ihrer Knochen sowie Ihre Anatomie zulassen, entscheiden wir uns bei einem Hüftgelenkersatz in der Regel für eine zementfreie Verankerung.
Dazu werden Titanprothesen mit rauer Oberfläche und einer speziellen Knochenersatzsubstanz verwendet. Der Knochen verwächst fest mit der Prothese.
Durch die richtige OP-Technik ist auch das nichtzementierte Hüftgelenk in der Regel gleich nach dem Eingriff mit dem eigenen Körpergewicht belastbar. Springen und laufen sollten Sie dagegen erst, wenn die Integration in den Knochen abgeschlossen ist. Diese sollte regelmäßig kontrolliert werden und kann zwischen drei Monaten und einem Jahr betragen.
Das zementierte Hüftgelenk
Zementierte Hüftgelenke sind sofort nach der OP voll belastbar. Wir verwenden diese Technik in der Regel bei nicht optimaler Knochenqualität, z.B. aufgrund einer Osteoporose oder wenn bestimmte anatomische Besonderheiten ein zementfreie Verankerung erschweren.
Dabei werden beide Prothesenteile im Knochen durch speziellen Knochenzement fixiert. Dieser härtet innerhalb weniger Minuten vollständig aus.
Die Prothesenkomponenten sind die gleichen, wie bei der zementfreien Verankerung. Auch zementierte Endoprothesen haben wir stets in allen Größen, Längen und Schenkelhalswinkeln vorrätig. So können wir gewährleisten, jedem Patienten jederzeit eine optimal auf ihn abgestimmte Prothese einsetzen zu können.
Die Hybrid-Hüftendoprothese
Die ist eine kombinierte Verankerungsmethode: Die Hüftpfanne wird zementfrei verankert, der Hüftschaft mittels des minutenschnell aushärtenden Knochenzementes zementiert.
Auch die Hybridendoprothese ist in der Regel gleich nach der OP mit dem Körpergewicht belastbar. In Einzelfällen kann eine Teilentlastung über Unterarmgehstützen für einige Wochen nötig sein. Bis die Pfanne vollständig mit dem Knochen verwachsen ist, kann es bis zu drei Monate dauern. Dann ist auch eine Vollbelastung beim Sport wieder möglich.