Wofür steht MBOR?
MBOR steht für Medizinisch-Beruflich Orientierte Rehabilitation und ist ein übergeordnetes Rahmenkonzept der Deutschen Rentenversicherung. Mit diesem Konzept kann verhindert werden, dass Patienten aufgrund der orthopädischen Erkrankung in die Lage geraten, nicht mehr ihrem Beruf nachgehen zu können und erwerbsunfähig werden.
Berufliche Reha zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit
Sie leiden unter orthopädischen Schmerzzuständen, die sich an Ihrem Arbeitsplatz negativ auswirken? Orthopädische Erkrankungen führen häufig zu einer langen Krankheitsdauer und damit auch zur langfristigen Gefährdung der Erwerbsfähigkeit. Dieses kann bei den Betroffenen zu finanziellen Nöten bis zu existentiellen Ängsten führen.
Erhaltung oder Wiedererlangung von Erwerbsfähigkeit
Mit zunehmender Veränderung unserer Arbeitswelt ergeben sich auch neue Anforderungen im Berufsalltag, welche für Arbeitsnehmer herausfordernd sein können. Im Vordergrund stehen heute vermehrt psychomentale und sozio-emotionale Belastungen. Das MBOR-Konzept berücksichtigt die individuellen Belastungen am Arbeitsplatz, um den Auswirkungen einer langfristigen Erkrankung oder Behinderung auf der Arbeit entgegenzuwirken.
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) in der VITREA Klinik am See
Nicht selten bestehen Zusammenhänge zwischen der orthopädischen Krankheitssituation und dem Berufsleben. Mit einer Medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation möchten wir erreichen, dass Sie trotz orthopädischen Erkrankungen und besonderer beruflicher Problemlage (BBPL) weiterhin selbständig im Berufsalltag zurechtkommen. Nicht selten bestehen Zusammenhänge zwischen der orthopädischen Krankheitssituation und dem Berufsleben. Die derzeitige Situation der Arbeitswelt erschwert es Betroffenen mit am Arbeitsmarkt zu bestehen. Besondere berufliche Problemlagen können sein: durchgängige Arbeitsunfähigkeit über drei Monate, aktuelle und/oder häufig wiederkehrende Arbeitsunfähigkeit in den letzten zwölf Monaten, Arbeitsunfähigkeit in Verbindung mit Arbeitslosigkeit oder negative subjektive Erwerbsprognose. Ausschlusskriterien für die Teilnahme an diesem spezialisierten Rehabilitationsweg sind im Wesentlichen: nicht vorhandene Rehabilitationsfähigkeit, geistig-psychische Erkrankungen oder Anschlussheilbehandlungen, bei denen eine körperliche Behandlung ganz im Vordergrund steht.
Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation: Therapie und Austausch
Das Konzept zeichnet sich durch feste Behandlungsgruppen mit den Schwerpunkten Bewegungs- und Sporttherapie und Psychologie / Psychotherapie. Zu Beginn und zum Abschluss der medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation findet eine gründliche sozialpädagogische Diagnostik statt. Besonders hilfreich ist es für Patienten, sich in diesem Umfeld mit anderen Betroffenen über ähnlich gelagerte Probleme austauschen zu können.
Unser Ziel der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation
Ziele der MBOR sind die Klärung der berufsbezogenen und erwerbsbezogenen Prognose und nach Möglichkeit die Sicherung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Zusammen mit Ihnen klären wir Ihr Berufsinteresse und Ihre Motivationslage.