Neurologische Frührehabilitation der Phase B im Krankenhaus
Seit Januar 2026 versorgt die VITREA Klinik Hattingen Patienten als akutmedizinische neurologische Frühreha-Klinik in der sogenannten Phase B. Dies gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie ist die einzige Rehaklinik, die dazu in den Krankenhausplan des Landes NRW aufgenommen wurde.
Die Behandlung erfolgt damit unter den Bedingungen eines Krankenhauses. Ein Rehabilitationsantrag ist für die Aufnahme nicht erforderlich. Schwer betroffene Patientinnen und Patienten können unmittelbar aus einem Akutkrankenhaus in die VITREA Klinik Hattingen verlegt werden. Für die Überleitung steht unter anderem der Überleitungsbogen des Neurovaskulären Netzes Ruhr zur Verfügung. Diesen finden Sie untenstehend zum Download.
Intensivmedizinische Versorgung und Rehabilitation
Auf der Station für neurologische Intensivbetreuung werden Patienten, die nach einer schweren neurologischen oder neurochirurgischen Erkrankung weiterhin eine intensive medizinische Überwachung, pflegerische Unterstützung und eine frühzeitig einsetzende rehabilitative Therapie benötigen, versorgt.
Das Behandlungsspektrum reicht von der neurologischen und neurochirurgischen Intensivrehabilitation bis zur Vorbereitung auf eine mögliche Heimbeatmung. Puls, Blutdruck und Sauerstoffversorgung werden kontinuierlich überwacht. Für die Diagnostik stehen unter anderem eine mobile Röntgeneinheit, Farbdoppleruntersuchungen der Hirngefäße sowie kernspintomographische Untersuchungen (MRT) zur Verfügung.
Individuelle Therapie von Beginn an
Ein speziell geschultes Team aus Medizin, Pflege und Therapie begleitet die Patientinnen und Patienten in dieser wichtigen frühen Phase ihrer Erkrankung. Die Behandlung wird individuell auf den Gesundheitszustand und die vorhandenen Fähigkeiten abgestimmt. Ziel ist es, intensivmedizinische Unterstützung schrittweise zu reduzieren und größtmögliche Selbstständigkeit zurückzugewinnen.
Die therapeutischen Maßnahmen finden überwiegend als Einzelbehandlungen statt. Zu den möglichen Zielen gehören die selbstständige Atmung, die Verbesserung der Schluckfähigkeit, der Transfer mit Unterstützung sowie die erste Mobilisation außerhalb des Bettes.
In täglichen interdisziplinären Besprechungen unter fachärztlicher Leitung wird der Behandlungsverlauf bewertet. Die therapeutischen Maßnahmen werden fortlaufend an die aktuelle Situation der Patientinnen und Patienten angepasst.
Angehörige einbeziehen und Weiterversorgung vorbereiten
Angehörige werden eng in den Behandlungsprozess einbezogen. Flexible Besuchszeiten und regelmäßige persönliche Gespräche mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten unterstützen den Austausch.
Bereits während der neurologischen Frührehabilitation plant das Behandlungsteam gemeinsam mit den Beteiligten die weitere Versorgung. Dazu gehören je nach individuellem Bedarf die anschließende Rehabilitation, die pflegerische Betreuung, notwendige Hilfsmittel und weitere Schritte zur Wiedereingliederung in den Alltag.