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Leistungen

Schlafmedizin: Unterstützung der Atmung

Schlafmedizin: Unterstützung der Atmung

Wenn zu ständiger Müdigkeit tagsüber nächtliches starkes Schnarchen oder sogar Atemaussetzer hinzukommen, sollten die Ursachen medizinisch abgeklärt werden.

Im Vordergrund der Diagnose steht in der VITREA Klinik Hagen-Ambrock die umfangreiche Untersuchung des Schlafes im spezialisierten Schlaflabor.  Bei der Kardiorespiratorischen Polysomnographie werden die Atmung, der Herzrhythmus, die Hirnströme, die Sauerstoffsättigung des Blutes, die Körperlage und die Muskelbewegungen gemessen.

Messungen finden sowohl nachts als auch am Tag statt um die unterschiedlichen Zustände von Wachheit und Schläfrigkeit genau bestimmen zu können.  Für die Untersuchung verbringen Sie zwischen einer und drei Nächten im Schlaflabor. Für unsere Patienten stehen 15 Messplätze mit moderner Technik zur Verfügung. Aus den gemessenen Aufzeichnungen wird ein individuelles Schlafprofil erstellt, das die Basis der folgenden Therapie bildet.


Terminvergabe Schlafmedizin

Telefon: (02331) 974-24 71
Telefax: (02331) 974-2419

Die Kardiorespiratorischen Polysomnographie kommt insbesondere bei der Diagnose des  Schlafapnoe-Syndroms zum Einsatz. Bei einer Schlafapnoe kommt es während des Schlafs immer wieder zu längeren Atemaussetzern. Ursache sind meist verengte Atemwege, die durch eine Veranlagung oder sehr häufig auch durch Übergewicht entstehen können, oder Probleme der Atmungssteuerung.

Durch die Atempausen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut immer wieder ab so dass die Betroffenen  kurz wach werden um Luft zu holen. Aufgrund dieser wiederholten Schlafpausen sind sie tagsüber häufig  müde. Zudem steigt die Gefahr für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall.  In vielen Fällen hängt die Schlafapnoe mit Schnarchen zusammen. Schnarchen allein gilt jedoch nicht als Krankheit.

Bei schlafbezogene Atmungsstörungen wie der  Schlafapnoe eigenen sich in leichteren Fällen Hilfsmittel, die die Rückenlage verhindern, oder Biss-Schienen. In schwereren Fällen  hat sich die nächtliche Beatmung mit einer Atemmaske bewährt.  Durch sie wird mit leichtem Überdruck Raumluft  in die oberen Atemwege geblasen. So wird verhindert, dass die Atemwege blockieren und die Luftzufuhr unterbrochen wird. Es gibt verschiedene Masken und Beatmungsverfahren (z.B CPAP, APAP, BIPAP/ bilevel, Beatmung bei periodischer Atmung).

Im Schlaflabor können wir die verschiedenen Masken und Beatmungsverfahren ausführlich testen um die für Sie passende Form zu finden. Die speziell geschulten Mitarbeiter unseres Schlaflabores unterstützen Sie während der Eingewöhnungsphase. Erst nach der genauen Einstellung auf Ihre Bedürfnisse  beginnen Sie mit der nächtlichen Beatmung zu Hause.

Ablauf im Schlaflabor

Als gesetzlich Versicherte(r) wenden Sie sich bitte zunächst an Ihren HNO- oder Lungenfacharzt. Dieser wird die nötige Vordiagnostik durchführen und stellt Ihnen bei Bedarf eine Einweisung zur Krankenhausbehandlung im Schlaflabor aus. Vereinbaren Sie bitte erst einen Termin mit uns, wenn Sie eine solche Einweisung erhalten haben.
 
Als Privatversicherte(r) können Sie direkt einen Termin mit uns vereinbaren. Bei Bedarf ist es möglich, weitere Diagnostiken im Rahmen der chefärztlichen Privatsprechstunde durchzuführen.

Melden Sie sich am ersten Tag bei uns zunächst mit Ihrer Einweisung an der Rezeption an. Im Schlaflabor empfangen Sie das Pflegepersonal und ihr behandelnder Arzt.

Für eine Therapieübungs- und Gewöhnungsphase erhält Sie eine erste Atemmaske. Nach einer Einweisung in das Therapiegerät können sie es zunächst am Tag für etwa zwei bis drei Stunden testen. Hilfe bei Schwierigkeiten ist hier immer gewährleistet. In der Nacht starten wir mit der ersten  Kardiorespiratorischen  Polysomnographie, bei der Hirnströme, Augenbewegungen, Atmung,  Herzrhythmus, Sauerstoffsättigung des Blutes, Körperlage und Muskelbewegungen  gemessen werden.

Am zweiten Tag gibt es weitere 2-3 stündige Übungsphasen mit der Maske und einem höheren Druck des Gerätes. Täglich besprechen Sie außerdem die Ergebnisse der Messungen mit Ihrem Arzt. In der Regel können wir nach zwei bis drei Nächten absehen, ob bei Ihnen eine  schlafbezogene Atmungsstörung vorliegt und ob die Behandlung mit der Maske bei Ihnen anspricht. Sobald hier Ergebnisse vorliegen, leiten wir die Heimbehandlung mit eigener Atemmaske ein.